Die Scharnweberstraße erblüht!

Die Gewerbetreibenden des Gewerbenetzwerks „WIR FÜR EUCH – Auguste-Kiez an der Scharnweberstraße“ haben am Freitag, den 25.10.2019 tatkräftig angepackt und den Mittelstreifen der Scharnweberstraße mit Blumenzwiebeln bepflanzt.

Die Aktion wurde von Gewerbetreibenden auf der Scharnweberstraße initiiert und durch das Gewerbenetzwerk sowie das Quartiersmanagement unterstützt. Insgesamt zwölf TeilnehmerInnen trafen sich zu früher Morgenstunde, um noch vor Ladenöffnungszeit gemeinsam zu gärtnern. Den Gewerbetreibenden wurde zusätzlich von fleißigen Studierenden geholfen. Insgesamt neun Geschäfte auf der Scharnweberstraße finanzierten die Aktion mit, sodass rund 1.500 Blumenzwiebeln gepflanzt werden konnten. Ab Frühling 2020 erblüht die Scharnweberstraße an vier Standorten mit Tulpen, Narzissen und Krokussen. Wenn die Blumen nicht zerstört oder zertrampelt werden, sollten sie den Mittelstreifen noch viele weitere Jahre verschönern. Die vier Standorte entlang der Straße befinden sich vor den Geschäften, die die Aktion mitfinanziert haben. Die Gartenwerkzeuge, die für die Aktion zusätzlich beschafft werden mussten, liegen ab jetzt im Quartiersmanagement und können jederzeit von Anwohner/-Innen und Gewerbetreibenden für weitere Aktionen ausgeliehen werden.  Sollte die Aktion auf positive Resonanz stoßen, könnte sie nächstes Jahr an weiteren Standpunkten wiederholt werden.

Eigenmaßnahmen zur Unterstützung Ihres Gewerbes und Plattformen

Neben den staatlichen Hilfen, die Sie als Unternehmen beanspruchen können und die wir in einem weiteren Beitrag für Sie zusammengefasst haben, gibt es weitere Möglichkeiten, Unterstützung für Ihr Geschäft zu erhalten. Hier stellen wir Ihnen verschiedene Eigenmaßnahmen und Initiativen vor, die für Sie interessant sein könnten.

  1. BESTELLOPTIONEN BEWERBEN

Zahlreiche Gastronomieeinrichtungen sind von Schließungsanordnungen betroffen, dürfen jedoch noch Bestellungen entgegennehmen, ausliefern oder zur Selbstabholung bereitstellen. Wenn Sie Gastronom*in sind, dann informieren Sie Ihre Kund*innen über Ihre Bestelloptionen online und über einen Aushang am Geschäft. Bestellungen können bspw. über Messenger-Dienste, soziale Medien, E-Mail oder die eigene Homepage entgegengenommen und kontaktlos bezahlt werden.

Gut zu wissen: Die IHK Berlin bietet nun zusammen mit berlin.de die Möglichkeit an, auf Liefer- und Abholoptionen aufmerksam zu machen. Hier geht’s zur Anmeldung. Das Angebot ist eine Kooperation der Senatsverwaltung für Wirtschaft, CityLab Berlin, OpenData Informationsstelle, DEHOGA BERLIN und IHK Berlin.

Alternativ können Sie die Unterstützung von Plattformen in Anspruch nehmen: 

Sie können beispielsweise auf der Berliner Unterstützungsplattform supportgastro Ihr Restaurant anmelden und über genauen Bestell- und Lieferoptionen informieren sowie durch weitere Maßnahmen unterstützt werden. Auch die Seiten Pleasedontclose und www.simplydelivery.de ermöglichen den Einstieg ins Liefergeschäft und bieten Kleinunternehmen eine Plattform zur Bewerbung ihrer Angebote.

2. ONLINE GEHEN

Wenn Sie schon länger über das Thema Online-Handel nachdenken, dann könnte nun der richtige Zeitpunkt einzusteigen und Ihre Waren in digitaler Form zu präsentieren. Optionen gibt es hier viele: Neben dem Ebay Shop (Soforthilfeprogramm wurde auch hier gestartet), möchte es bspw. die Plattform Kiezware den lokalen Händlern ermöglichen, deutschlandweit ihr Geschäft sofort und kostenlos online wieder aufzunehmen. Auch die Plattform Locamo möchte den Einstieg in das Online-Geschäft für den stationären Einzelhandel erleichtern. Locamo richtet sich an Händler, Dienstleister, Handwerker und Gastronomen und versteht sich als virtueller Marktplatz für lokale Läden. Ein weiterer Anbieter, der im Zuge der Corona-Pandemie einen Einstieg erleichtert, ist einzelheld.

3. GUTSCHEINE ANBIETEN

Momentan entstehen immer mehr Online-Plattformen, die es ermöglichen, Gutscheine von Geschäften zu kaufen. So können Sie finanzielle Soforthilfe Ihrer Kund*innen in Anspruch nehmen und erhalten zudem eure Kund*innenbindung aufrecht. Registrieren können Sie sich bspw. hier:

Helfen.Berlin: www.helfen.berlin
Supportyourlocal: www.supportyourlocal.online
Paynoweatlater: www.paynoweatlater.de

4. „UNTERNEHMER HELFEN UNTERNEHMERN“

Hierbei handelt es sich um ein Angebot von Berliner Unternehmen an andere Berliner Unternehmen, um die Durststrecke während der andauernden Corona-Krise zu überstehen. Unternehmen können hier bspw. ihre Arbeitskraft oder Dienstleistungen, Rohstoffe oder Waren anbieten und in Anspruch nehmen. Auf der IHK-Plattform bieten mittlerweile dutzende Unternehmer kostenlose Unterstützung für in der Existenz bedrohte Unternehmer an – als Zeichen der Solidarität in Zeiten der Krise. 

Hygienemaßnahmen in den Geschäften

Viele der Geschäfte im Auguste-Kiez haben nun wieder geöffnet. Dabei gelten unterschiedliche Vorkehrungen und Sicherheitsmaßnahmen, die die Kund*innen einhalten sollen.

Zur einheitlichen Darstellung dieser Maßnahmen hat das Gewerbenetzwerk Plakate entworfen, die die Besucher*innen über die Öffnungszeiten, Abstandsregeln, Möglichkeiten zum bargeldlosen Bezahlen und die maximale Kundenzahl im Geschäft informieren.

Die Plakate werden den Gewerbetreibenden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Sollten Sie für Ihr Unternehmen noch weitere Plakate benötigen, können Sie uns gerne kontaktieren. Zudem sind Plakate im Quartiermanagement-Büro in der Graf-Haeseler-Straße 17 hinterlegt, diese können dort werktags zwischen 10-15 Uhr abgeholt werden.

Interview mit helfen.berlin/ Regional Hero

Helfen.Berlin ist eine Non-Profit-Plattform, die zu Beginn des ersten COVID-19 Lockdowns aus der Notlage heraus als Unterstützung für Ladenbesitzer quasi über Nacht auf die Beine gestellt wurde. Auf der Seite helfen.berlin kann man Gutscheine für die eignen Lieblingsorte kaufen: Vom Lieblingsbäcker und der Lieblingskneipe um die Ecke bis hin zu Restaurants, Kinos, Klamottenläden oder selbst dem Lieblingschiropraktiker ist alles vertreten. Da sich das Büro der Initiative unweit des Augustekiezes befindet, nahmen wir das als Anlass, um mit einem der Gründer über Entstehung und Entwicklung des Projektes zu sprechen.

Wie entstand das Projekt?

Die drei befreundeten Gründer haben enge Kontakte zur Gastronomieszene. Zu Beginn der Krise wurde schnell deutlich, dass der Lockdown die Gastronom:innen besonders hart trifft, sie ohne Einnahmen nicht lange überleben können. Dieser Notlage entsprang die Idee, den bekannten 10 bis 15 Gastronomiebetrieben mit einer Gutscheinplattform kurzfristig unter die Arme zu greifen. Die Idee kam unerwartet so gut an, dass nach 3 Wochen bereits 2.500 Läden mitmachten und das Medienecho war enorm:

„Das war natürlich schön, dass wir so viele ehrenamtliche Helfer bekamen, das war schon sehr beeindruckend. Weil man redet ja gern über den Trend, dass die Leute sich für lokal interessieren. Ich glaube helfen.berlin, mit den ganzen Käufern und den Lieblingsorten, aber auch mit unseren Helfern, die sich da zusammen getan haben und das Projekt getragen haben, da hat man gesehen, dass dieser Trend nicht nur einer ist, der wieder vergeht, sondern dass da wirklich etwas hinter steht. Dass man wirklich sieht: das ist ein klares Beispiel, dass lokal wichtig ist, dass die Orte vor Ort wichtig sind, dass die unser Leben bestimmen und die Qualität in der Region darstellen. Das hat uns gezeigt, dass diese Läden unser Leben schöner und besser machen und der Grund sind, warum wir hier leben. Deswegen ist es den Leuten so wichtig gewesen zu helfen.“

Obwohl die Gefahr bestand, dass Käufer im Falle einer Insolvenz ihr Geld verloren und Gutscheine dann nicht mehr eingelöst oder zurückerstattet bekommen hätten, nahm die Plattform am Ende des ersten Lockdowns über 1,5 Millionen Euro ein.

Und jetzt..?

Nach dem ersten Lockdown bekamen die drei viel Zuspruch. Deswegen setzten sie sich zusammen und überlegten wie sie das Projekt über die COVID-19 Pandemie hinaus fortführen können. helfen.berlin sollte non-profit Plattform bleiben, aber es brauchte eine nachhaltige Lösung, mit der sich das Projekt auch langfristig trägt:

„Da war der Gedankengang, helfen.berlin lief unter dem Motto „alle für einen“, das heißt alle konnten für einen einen Gutschein kaufen. Und da kam schnell der Gedanke auf „okay, jetzt drehen wir den ganzen Spieß um“ und sagen „eine für alle“: wenn wir ein Unternehmen gründen, machen wir eine Netzwerkkarte, die B-Karte, für alle.“

Bei der B-Card ist es nicht mehr so, dass man einen Gutschein kauft, der fest an einen Laden gebunden ist, sondern bei der B-Card handelt es sich um eine allgemeine Guthabenkarte, mit der man den jeweiligen, dort verbuchten Betrag bei allen teilnehmenden Geschäften ausgeben kann. Zur B-Card gibt es eine App, in der man alle Läden findet. „Man hat darin auch eine kleine Karte, wo man unterwegs sieht, welche Lieblingsorte mitmachen. Wir hoffen sehr, dass die Leute das für eine Entdeckungsreise durch den Kiez nutzen. Wenn du zum Beispiel in Friedrichshain bist und die App aufmachst, dann kannst du auf die Läden raufklicken und bekommst eine kleine Info zum Laden.“ Ziel ist, das Geld langfristig in der Region zu halten und kleine Berliner Läden sichtbarer zu machen. In der Zukunft soll es über die App außerdem Möglichkeiten geben, dass lokale Läden mit ihren Kund:innen durch kiezbezogene Gruppen kommunizieren können, indem sie z.B. tagesaktuelle Angebote posten.

Wie ist denn aktuell die Stimmung unter den Gewerbetreibenden?

„Wir haben ein enges Ohr an den Einzelhändlern und an der Gastronomie, die uns ihr ganzes Leid mitteilen. Wir haben viele Tränen vergossen, weil wir viele Stories gehört haben, die wirklich wehgetan haben, wo auch viel Verzweiflung dabei war.“  Zwar gibt es unter den teilnehmenden Geschäften vereinzelt bereits Insolvenzen.

„Zum Glück waren es noch nicht so viele, aber es gibt schon E-Mails, in denen steht „Leute, wir müssen uns leider abmelden, weil wir sind nicht mehr da“. Ich will gar nicht den Teufel an die Wand malen, aber die Stadt wird sich nach dieser Krise deutlich verändert haben. Einige werden nicht mehr da sein, das ist die Realität. Aber wir hören eben auch gute Geschichten mit der B-Card und den Einzelgutscheinen.“

Über die Plattform helfen.berlin können also weiterhin Gutscheine für die Lieblingsläden gekauft werden und über die letzten Monate konnte die Initiative so direkte Unterstützung leisten: „Als klar wurde, dass der Lockdown sich verlängert, wurden auch vermehrt wieder Einzelgutscheine geholt.“ Der Betrag wird den Unternehmen dann direkt weitergeleitet. Es gibt einige Läden, bei denen die Gutscheine mittlerweile online oder per click und collect eingelöst werden können, das hängt aber von den Läden ab.

Was muss ich als Ladenbesitzer beachten, wenn ich mitmachen möchte?

„Also grundsätzlich ist es so, dass man sich nur mit seinem Unternehmensnamen registrieren muss. Man bekommt dann von uns einen Zugang zu unserem Regiohub, das ist eine Oberfläche, wo man seine Filiale anlegen kann, wo man das Foto reinstellen kann. Wo die Informationen zum Laden hinterlegt werden. Dabei unterstützen wir aber auch. Das geht in der Regel ganz schnell.“

Mehr Informationen zu helfen.berlin und der B-Card finden Sie auf: helfen-shop.berlin

Bildquelle (Bild auf der Übersichtsseite): https://das-b-card.de/, Bildrecht: Regional Hero GmbH

Leuchtend grüne Plakate im Kiez: „WIR FÜR EUCH – UND IHR FÜR EURE LÄDEN!“

Das Gewerbenetzwerk „WIR FÜR EUCH – Auguste-Kiez an der Scharnweberstraße“ hat im August mit einer kiezweiten Werbekampagne zur Unterstützung der Läden vor Ort auf sich aufmerksam gemacht. Den gesamten Monat über hingen die leuchtend grünen Großplakate an mehreren Stellen im Auguste Kiez aus. So konnten die tollen Plakate mit dem Slogan „Wir für euch – und ihr für eure Läden!“ von Kiezbewohner:innen, die mit dem ÖPNV unterwegs sind, an den U-Bahnhöfen Scharnweber Straße, Kurt-Schumacher Platz und dem S-Bahnhof Eichborndamm entdeckt werden. Sie waren aber auch an den größeren und kleineren Straßen mitten im Kiez zu sehen. Zusätzlich wurden neben den Großplakaten kleinere Poster in den Läden im Kiez verteilt, um sie aktiv in die Kampagne einzubinden und die Sichtbarkeit weiter zu erhöhen. Beim Verteilen der Poster war das Echo der Ladenbesitzer:innen sehr positiv, denn insbesondere in der Corona-Pandemie spielt die Bewerbung der Geschäfte und ihrer Öffnungszeiten, Hygienevorschriften und Online-Angebote eine wichtige Rolle.

Zur Umsetzung der Maßnahme hat das Netzwerk „WIR FÜR EUCH“ mit der Illustratorin Sara Contini-Frank zusammengearbeitet, die in den vergangenen Jahren auch das Logo und die Gewerbekarte des Netzwerks angefertigt hat.

Das Gewerbenetzwerk ist ein Projekt des Quartiersmanagements Auguste-Viktoria-Allee, welches auf die Unterstützung und Vernetzung der Unternehmen im Gebiet abzielt. Die Kosten zur Erstellung der Kampagne wurden durch die Projektmittel des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ getragen.

Illustration und Gestaltung: Sara Contini-Frank, www.contini-frank.de

Orientierungshilfe für Gewerbe

AKTUALISIERUNG: 26.06.2020

Der Berliner Senat hat neue Beschlüsse zu den bisherigen Einschränkungen gefasst, die ab Samstag, den 26. Juni 2020 gelten. 

Generell gilt, dass die Kontaktbeschränkungen auf zwei Haushalte oder fünf Personen aufgehoben werden. Beliebig viele Menschen aus beliebig vielen Haushalten dürfen sich treffen, wenn Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden.

 Für Unternehmen und Kund*innen gelten folgende Hygiene- und Schutzregeln:

  • Bei Versammlungen bedarf es eines Schutz- und Hygienekonzeptes, Abstände müssen eingehalten werden.     
  • In Verkaufsstellen darf sich nicht mehr als eine Person pro zehn Quadratmeter aufhalten.     
  • In Gaststätten und Schankwirtschaften dürfen Speisen und Getränke nur an Tischen verzehrt werden.  

Schutz- und Hygienekonzept:
Die Verantwortlichen für Veranstaltungen, für Betriebe oder andere Einrichtungen, also z.B. für Gaststätten, Hotels, Verkaufsstellen, Kultur- und Bildungseinrichtungen etc. müssen entsprechend der spezifischen Anforderungen des jeweiligen Angebots ein individuelles Schutz- und Hygienekonzept erstellen.   

Anwesenheitsdokumentation:
Anwesenheitsdokumentationen müssen unter anderem für Veranstaltungen, Gaststätten, Hotels, Spielhallen und ähnliches, Kinos, Theater, Konzert- und Opernhäuser, Dienstleistungsgewerbe im Bereich der körpernahen Dienstleistungen, für den Sportbetrieb und für Hochschulen im Präsenzbetrieb sowie für private oder familiäre Veranstaltungen mit mehr als 20 zeitgleich anwesenden Personen geführt werden.   

Mund-Nasen-Bedeckung:
Im ÖPNV, in Flughäfen oder Bahnhöfen, in Einzelhandelsgeschäften aller Art, in Gaststätten, in Kinos, Theatern, Konzert- und Opernhäusern und ähnlichen Einrichtungen, in Arztpraxen, Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen sowie in Sportanlagen oder Fitnessstudios (nicht beim Sport selbst) sind Mund-Nasen-Bedeckungen zu tragen.

Hier kann bei Nichteinhaltung ein Bußgeld zwischen 50 und 500 € fällig werden, auch im ÖPNV.


AKTUALISIERUNG: 29.05.2020

Der Senat hat auf Grundlage des Beschlusses der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder und der der Bundeskanzlerin vom 6. Mai 2020 sowie vom 28. Mai 2020 Lockerungen der Berliner Eindämmungsmaßnahmen beschlossen.

Die wichtigsten Regelungen sind:

EINZELHANDEL

Öffnung ab 9. Mai 2020, die bisherige Beschränkung auf 800 m² entfällt.

  • Max. 1 Kund*in pro 20 qm Verkaufsfläche und Geschäftsraum; bei Unterschreitung der Geschäftsraumgröße von 20 qm Einlass von max. 1 Kund*in gestattet.
  • Abstands- und Hygieneregeln sind einzuhalten, bspw. durch Sicherung eines kontrollierten Zugangs zum Geschäft.
  • Aufenthaltsanreize dürfen nicht geschaffen werden. Vorhandene Aufenthaltsangebote und Sitzgelegenheiten sind zu entfernen oder zu sperren. Im Falle einer übersteigenden Kundenzahl ist eine den Abständen (1,5 Meter) entsprechende Wartesituation / Zugangskontrolle vor dem Geschäft einzurichten. In den Wartebereichen dürfen sich nicht mehr als 10 Personen gleichzeitig aufhalten.

GASTRONOMIE

Ab dem 15. Mai 2020 dürfen Gaststätten, die selbst zubereitete Speisen anbieten, unter Auflagen wie der Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern und der Vorlage von Hygienekonzepten in der Zeit von 6 bis 22 Uhr öffnen.

  • Reservierungssysteme oder andere Systeme zur Nachverfolgung möglicher Infektionsketten werden dringend empfohlen. 
  • Buffets dürfen nicht angeboten werden.
  • Der Aufenthalt ist mit Angehörigen des eigenen Haushaltes oder mit Personen eines weiteren Haushaltes erlaubt, Buffets dürfen nicht angeboten werden.

Reine Schankwirtschaften dürfen ab 02. Juni 2020 unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen wieder öffnen.

Gaststättenbetriebe dürfen in der Zeit von 06.00 Uhr und 23.00 Uhr geöffnet sein.

HOTELLERIE

Ab dem 25. Mai 2020 dürfen Hotels wieder touristische Übernachtungen anbieten.

Strenge Hygieneregeln sind zu beachten; Spa- und Wellness-Bereiche müssen geschlossen bleiben.

GEWERBE UND DIENSTLEISTUNGEN

Friseure dürfen ab dem 4. Mai 2020 wieder öffnen. Sonnenstudios und Solarien dürfen ab dem 9. Mai 2020 geöffnet werden, ebenso wie körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe. Fitness- bzw. Sportstudios dürfen ab 02. Juni 2020 unter Einhaltung festgesetzter Regeln wieder öffnen. Freilichtkinos dürfen ab 02. Juni 2020 und Kinos ab 30. Juni 2020 unter Einhaltung der Mindestabstände wieder öffnen.

FAHRSCHULEN

Fahrschulen dürfen öffnen, die Fahrlehrer müssen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung vom 07.05.2020 und der Pressemitteilung vom 29.05.2020.

Welche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus Sie betreffen, können Sie der durch die Senatskanzlei  hier veröffentlichten Liste entnehmen.

Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen – Maßnahmenpaket zur Abfederung der Auswirkungen des Corona-Virus

Letzte Aktualisierung: 12.05.2020

Für alle Unternehmen, die von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen sind und Unterstützungsleistungen beantragen möchten, haben wir Informationen zum aktuellen Schutzschild für Unternehmen und Beschäftigte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zusammengestellt. Hier erhalten Sie einen Überblick und relevante Ansprechpartner für Förderungen. Die aktuellen Entwicklungen der Unterstützungsmöglichkeiten werden wir bei Bedarf auch in diesem Beitrag aktualisieren.

 Für Beschäftigte und Unternehmen, die von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen sind, wurde durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Schutzschild aus verschiedenen Maßnahmen errichtet, der kurzfristig die Auswirkungen des Corona-Virus auf die Wirtschaft abfedern soll. Einen Überblick über die Unterstützungsangebote und die jeweiligen Ansprechpartner haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt. Weitere aktuelle Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten für Unternehmen erhalten Sie auch auf den Seiten des BMWi hier.

Sowie telefonisch über die Hotline des BMWi für Unternehmen: 030 18615 6187 (Mo-Fr 9.00 bis 17.00 Uhr) 

1. KURZARBEITERGELD 

Unternehmen können künftig unter erleichterten Voraussetzungen Kurzarbeitergeld erhalten. Rückwirkend ab dem 01.März 2020 gilt die angepasste Kurzarbeiterregelung mit der erleichterte Zugangsvoraussetzungen für das Kurzarbeitergeld eingeführt wurden. Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn: 

  • mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mindestens 10 Prozent haben. 
  • ein erheblicher Arbeitsausfall mit Entgeltausfall vorliegt, der auf wirtschaftlichen Gründen oder einem unabwendbaren Ereignis beruht, vorübergehend ist, und nicht vermeidbar ist. 

Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt: 

  • die Erstattung des Kurzarbeitergelds in Höhe von 60 bzw. 67 Prozent des entsprechenden Nettogehalts, 
  • die Erstattung anfallender Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden zu 100 Prozent. 

Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist) kann verzichtet werden. Auch Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können in Kurzarbeit gehen. 

Einen sehr guten Überblick in zwei kurzen Videos über die Möglichkeiten zur Beantragung und Voraussetzungen erhalten Sie hier.

Merkblatt zur Kurzarbeit der Arbeitsagentur (noch nicht aktualisiert, Stand 01. November 2019): hier

Arbeitsausfall gegenüber der Agentur für Arbeit anzeigen: hier

Antrag auf Auszahlung von Kurzarbeitergeld stellen (binnen drei Monaten): hier

Ausführlichere Informationen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld gibt die Bundesagentur für Arbeit auf ihrer Internetseite. Über den Bezug von Kurzarbeitergeld können sich Arbeitgeber in der Zeit von Montag bis Freitag in der Zeit von 8.00 bis 18.00 Uhr auch über die Hotline 0800 45555 20 informieren. 

2. FÖRDERMÖGLICHKEITEN BEI KURZFRISTIGEM LIQUIDITÄTSBEDARF 

SOFORTHILFE-PAKET V – FÜR DEN BERLINER MITTELSTAND

Der Berliner Senat unterstützt mit dem Soforthilfe-Paket V Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 100 Beschäftigten, die keinen Zugang zu Krediten der KfW oder anderen Bundesprogrammen haben. Diese können ab kommendem Montag (18.05.) bei der Investitionsbank Berlin (IBB) Zuschüsse beantragen.

Im Mittelpunkt der Förderung steht der KfW-Schnellkredit, der vorrangig in Anspruch zu nehmen ist. Hier besteht die Möglichkeit, einen Tilgungszuschuss von bis zu 20 % zu beantragen. Soweit der KfW-Schnellkredit nicht in Anspruch genommen werden kann oder soweit er belegbar nicht ausreicht, kann alternativ zum Tilgungszuschuss ein Zuschuss gezahlt werden. Die Höhe der Soforthilfe beträgt bis zu 25.000 Euro, in begründeten Einzelfällen kann eine Soforthilfe über 25.000 Euro beantragt werden.

Die Anträge auf Mittel aus dem Soforthilfeprogramm V können ab Montag, 18. Mai 2020, 09:00 Uhr in einem ausschließlich online-basierten Antragsverfahren über die Website der Investitionsbank Berlin eingereicht werden.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen,

  • welche nicht regelmäßig oder nicht überwiegend öffentlich gefördert werden
  • mit mehr als 10 und bis zu 100 Beschäftigten (in Vollzeitäquivalent)
  • mit Betriebsstätte oder Unternehmenssitz in Berlin und
  • die bei einem Berliner Finanzamt angemeldet sind.

Erste Auszahlungen sind ab dem 25.05.2020 zu erwarten.

SOFORTHILFE-PAKET IV – KULTUR- UND MEDIENUNTERNEHMEN

Corona-Zuschussprogramm des Landes für Kultur- und Medienunternehmen über 10 Beschäftigte

Die besonders hart von der Corona-Krise betroffenen Kultur- und Medienunternehmen mit i.d.R. über 10 Beschäftigten können Zuschüsse bis zu 25.000 EUR zur Überwindung einer existenzbedrohenden Wirtschaftslage beantragen. In begründeten Ausnahmefällen können bis zu 500.000 EUR beantragt werden.

Die Antragstellung für die Soforthilfe IV startet am 11.05.2020 und endet am 15.05.2020 und ist hier online möglich.

Folgende Informationen benötigen Sie für die digitale Antragstellung:

  • Name, Straße, PLZ, Rechtsform, Gründungsdatum, Registernummer, Steuernummer und Umsatzsteuer-ID des Unternehmens, Name des Finanzamts
  • Gültiges Ausweisdokument, Name, Kontaktdaten, Steueridentifikationsnummer des Inhabers / der gesetzlichen Vertretung
  • Bankverbindung des Unternehmens, die Sie beim Finanzamt angegeben haben
  • Liquiditätsplanung über die kommenden 3 Monate 
  • Unterlagen von Darlehen zur Liquiditätssicherung, sofern bereits beantragt
  • Gewerbeanmeldung 
  • Jahresabschlüsse der letzten 3 Jahre (ggf. BWA für 2019)
  • Aktuelle BWA 2020

SOFORTHILFE-PAKET II (LAND BERLIN) UND ZUSCHÜSSE DES BUNDES

Aktueller Hinweis: Auf Entschluss des Senats wurden die Zuschüsse auf das einheitliche Bundesprogramm umgestellt. Soloselbständige und Freiberufler sowie Kleinstunternehmen bis 5 Mitarbeiter können somit nur noch bis zu 9.000 € aus dem Zuschussprogramm des Bundes und keine zusätzlichen Landesmittel beantragen. Anträge, die bis zum 01.04.2020 12:00 Uhr eingegangen sind bearbeitet und ausgezahlt werden. Ab Montag, 6. April 2020, 10:00 Uhr soll die Antragstellung für den Bundeszuschuss auf der IBB-Seite wieder möglich sein.

Die Investitionsbank Berlin hat ein Zuschuss-Programm aufgelegt, das ab Freitag, den 27. März 12:00 Uhr hier online zu beantragen ist. 

Die Mittel werden vom Land Berlin zur Verfügung gestellt und können für Personal- und Betriebskosten eingesetzt werden.

Zusätzlich können mit dem gleichen Antrag weitere Mittel des Bundes beantragt werden. Diese Beträge aus der Soforthilfe aus Bundesmitteln können jedoch nur für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä. beantragt werden.

Antragsberechtigt sind:

  • gewerbliche Solo-Selbständige und Freiberufler und Kleinstunternehmen mit bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) mit Betriebsstätte in Berlin sowie Angehörige Freier Berufe mit Sitz in Berlin
  • für das Bundesprogramm zudem gewerbliche Soloselbständige, Freiberufler und Kleinunternehmen mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) mit Betriebsstätte in Berlin


Die Höhe der Soforthilfe beträgt:

  • für Unternehmen bis 5 Beschäftigte 5.000 EUR aus Landesmitteln sowie weitere bis zu 9.000 EUR aus Bundesmitteln
  • für Unternehmen bis 10 Beschäftigte bis zu 15.000 EUR aus Bundesmitteln

Es müssen keine Unterlagen eingereicht bzw. hochgeladen werden, sondern folgende Angaben sind Pflicht:

  • Angaben zur Firma
  • Ausweisdokument
  • Steuernummer 
  • Bankverbindung der Firma

Nach Absenden des Antrags soll der Zuschuss nach ca. drei Tagen ausgezahlt werden. Voraussetzung ist die erfolgreiche Prüfung (IBAN, Steuernummer und Dublettenprüfung). 

Die Bedingungen:

Es muss nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden, dass ein Zuschuss für die Sicherung der beruflichen bzw. betrieblichen Existenz in der Corona-Krise erforderlich ist.

Zur Beantragung der Bundesmittel müssen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zusätzlich nach dem 11. März 2020 eingetreten sein.

Der Zuschuss der Bundesmittel ergänzend zum Länderprogramm dient zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz der Antragsteller und zur Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen (u.a. durch laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä.). Sofern der Vermieter die Miete um mindestens 20 % reduziert, kann der ggf. nicht ausgeschöpfte Zuschuss auch für zwei weitere Monate eingesetzt werden.

Hinweis zur Serverüberlastung bei der Antragstellung auf den Seiten der IBB:

Aufgrund der sehr großen Nachfrage ist die Last auf dem Server der IBB momentan extrem hoch. Es kann daher zu Einschränkungen und Verzögerungen im Kundenportal kommen. Nutzen Sie daher bitte auch die Tagesrandzeiten zur Antragstellung, da die Server dann weniger stark belastet sind. Bitte verzichten Sie bei technischen Schwierigkeiten auf Anrufe und Mails, um die Leitungen für inhaltliche Fragen freizuhalten. Wir arbeiten mit Hochdruck an der Beseitigung des Problems.

SOFORTHILFE-PAKET I (Land Berlin)

Aktueller Hinweis: Nach Mitteilung der IBB ist die Antragstellung gestoppt, da die zur Verfügung stehenden Mittel ausgeschöpft sind. Die IBB befindet sich in Abstimmung mit den Senatsverwaltungen für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie Finanzen, um das weitere Vorgehen zu beraten.

Das Soforthilfe-Paket 1 bietet zudem Darlehen zur Mitfinanzierung von Restrukturierungsmaßnahmen von Unternehmen in Schwierigkeiten. Das zur Verfügung stehende Darlehnsprogramm ist im Zuge der Corona-Pandemie für diverse betroffene Branchen geöffnet.  Um allen von der Coronakrise betroffenen Unternehmen schnell und unbürokratisch helfen zu können, öffnet die Investitionsbank Berlin den Liquiditätsfonds vorübergehend für alle kleine und mittlere Unternehmen bis 250 MitarbeiterInnen einschließlich der Freien Berufe, auch für Clubs und Restaurants. 

Zu den Liquiditätshilfen BERLIN der Investitionsbank Berlin gelangen Sie hier.

Wenn Sie konkrete Hilfen benötigen, wenden Sie sich bitte an die IBB – Hotline der IBB Berlin: (030) 2125 4747 (Fragen zu Liquiditätshilfen, Montag – Freitag von 9:00 – 17:00 Uhr)

Die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen für mittelständische und große Unternehmen sowie freie Berufe wurden ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Mithilfe der Liquiditätshilfen soll es Antragstellern ermöglicht werden beispielsweise laufende Kosten für Mieten und Anlagen zu finanzieren. Hierbei handelt es sich um Kredite, d.h. die Leistungen sind später zurückzuzahlen. 

ERP- UND KFW-KREDITE (Bund)

Die bestehenden Kredite für mittelständische und große Unternehmen sowie freie Berufe wurden ausgeweitet, um den Zugang der Unternehmen zu günstigen Krediten zu erleichtern. Mithilfe der Liquiditätshilfen soll es Antragstellern ermöglicht werden beispielsweise laufende Kosten für Mieten und Anlagen zu finanzieren. Hierbei handelt es sich um Kredite, d.h. die Leistungen sind später zurückzuzahlen.

Als zusätzliches Sonderprogramm wurde nun auch der „KfW-Schnellkredit 2020“ verabschiedet, welcher die Vergabe von 100 Prozent staatlich abgesicherten Krediten durch die Hausbanken ermöglicht.

Mit dem KfW-Schnellkredit 2020 kann alles gefördert werden, was für Ihre unternehmerische Tätigkeit notwendig ist. Dazu zählen:

  •  Anschaffungen wie Maschinen und Ausstattung (Investitionen)
  • Alle laufenden Kosten wie Miete, Gehälter oder Waren­lager (Betriebsmittel)

Sie erhalten den KfW-Schnellkredit 2020 ohne Risikoprüfung und die KfW übernimmt 100% des Kredit­ausfall­risikos von Ihrer Bank. Als Kreditnehmer haften Sie zu 100% für die Rückzahlung. Sie brauchen nur wenige Unterlagen, mit denen Sie Ihre Zahlen nachweisen.

  • Antragsberechtigt sind Unternehmen mit mehr als zehn und weniger als 250 Mitarbeitern (die in vielen Bundesländern, anders als in Brandenburg, bei den Soforthilfen nicht anspruchsberechtigt sind).
  • Kredithöhe: drei Monatsumsätze des Jahres 2019, maximal aber pro Betrieb 500.000 Euro (bei 11 bis 50 Mitarbeitern) und 800.000 Euro (über 50 Mitarbeitern).
  • Laufzeit: zehn Jahre (gegebenenfalls bis zu zwei Jahre tilgungsfrei); Zinssatz bei drei Prozent p.a.
  • Der Betrieb muss mindestens seit dem 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sein.
  • Der Betrieb darf zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Das Unternehmen muss zuvor einen Gewinn verzeichnet haben (Durchschnitt der letzten drei Jahre). Die Hausbank muss Gewinn, Umsatz und die Anzahl der Beschäftigten vor der Darlehensauszahlung prüfen.
  • 100%ige Haftungsfreistellung der Hausbank durch die KfW/Bund, keine Sicherheiten, keine Risikoprüfung (weder durch die Hausbank noch durch die KfW).

Zum KfW-Schnellkredit 2020 gelangen Sie hier.

Zudem wurden die bestehenden Liquiditätshilfen ausgeweitet:

  • ERP-Gründerkredit Universell (Betriebsmittelförderung) für Unternehmen, die noch keine 5 Jahre bestehen 
  • KfW-Unternehmerkredit (Betriebsmittelfinanzierung) für Unternehmen, die mehr als 5 Jahre am Markt bestehen 
  • Die Bedingungen für beide Kredite wurden gelockert, indem Risikoübernahmen (Haftungsfreistellungen) für Betriebsmittelkredite erhöht und die Instrumente auch für Großunternehmen mit einem Umsatz von bis zu 2 Mrd. Euro (bisher: 500 Mio Euro) geöffnet werden. Durch die höhere Risikoübernahme wird die Bereitschaft von Hausbanken zur Kreditvergabe angeregt. 
  • Für größere Unternehmen (künftig bis 5 Mrd. Euro Umsatz) wird das KfW-Kreditprogramm ohne Beschränkung auf einen bestimmten Bereich zur Verfügung gestellt. Die staatliche Risikoübernahme wird von 50 auf 70 % erhöht. 
  • Bei den Bürgschaftsbanken wird der Bund seinen Risikoanteil um 10 % erhöhen. Um die Liquiditätsbereitstellung zu beschleunigen, eröffnet der Bund die Möglichkeit, dass die Bürgschaftsbanken Entscheidungen bis zu einem Betrag von 250.000 Euro eigenständig und innerhalb von 3 Tagen treffen können. 
  • Für Unternehmen, die krisenbedingt vorübergehend in ernsthafte Finanzierungsschwierigkeiten geraten und keinen Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, werden zusätzliche Sonderprogramme bei der KfW aufgelegt. Diese Sonderprogramme werden derzeit bei der EU-Kommission zur Genehmigung angemeldet. 

KfW-und ERP-Kredite sind über Ihre Hausbank und die Sparkassen bei der KfW zu beantragen. Informationen dazu gibt es auf der Webseite der KfW und bei allen Banken und Sparkassen. Die Hotline der KfW für gewerbliche Kredite lautet: 0800 539 9001. 

3. STEUERLICHE LIQUIDITÄTSHILFE FÜR UNTERNEHMEN 

Um die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, wird Unternehmen durch die Finanzämter die Möglichkeit von Steuerstundungen in Milliardenhöhe gewährt. 

  • Die Gewährung von Stundungen wird erleichtert. An entsprechende Anträge sollen keine strengen Anforderungen gestellt werden. Bei einer Stundung wird der Fälligkeitstag einer Steuerzahlung hinausgeschoben. 
  • Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald sich abzeichnet, dass die Einkünfte des Steuerpflichtigen in 2020 voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. 
  • Auf Vollstreckungsmaßnahmen (zum Beispiel Kontenpfändung) und Säumniszuschläge wird bis 31. Dezember 2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist. 

Zu den zuständigen Berliner Finanzämtern gelangen Sie hier.

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis 30.9.
Zurzeit gibt es keine Verpflichtung unmittelbar Insolvenz zu beantragen. Dadurch sollen Unternehmen geschützt werden, die infolge der Corona-Epidemie in eine finanzielle Schieflage geraten.

Entschädigungszahlungen bei Verdienstausfällen nach dem Infektionsschutzgesetz (§§ 56 ff IfSG)

Bei einer vom Gesundheitsamt verhängten häuslichen oder stationären Quarantäne eines Arbeitnehmers leistet der Arbeitgeber nach § 56 IfSG zunächst eine Entschädigung an den Arbeitnehmer in voller Lohnhöhe für die Dauer  von maximal 6 Wochen. Die geleistete Entschädigung kann der Arbeitgeber von der Senatsverwaltung für Finanzen, Bereich Selbstversicherung zurückfordern, wenn ein bezirkliches Gesundheitsamt die Maßnahme verhängt hat. Auch Selbständige haben einen Anspruch auf Entschädigung. Die Höhe der Entschädigung berechnet sich nach der Höhe des Einkommens aus der entschädigungspflichtigen Tätigkeit im Jahr vor ihrer Einstellung und ist durch Einkommensteuerbescheid nachzuweisen.

Auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Finanzen finden Sie nützliche Informationen und Antragshinweise.

4. ZUSCHÜSSE FÜR BERATUNGSLEISTUNGEN

Ab sofort können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberufler, die von der Corona-Krise betroffen sind, beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Zuschuss in Höhe von 100 Prozent für Beratungsleistungen beantragen. Ein externer Unternehmensberater kann vielfältig Hilfestellung geben, falls Unternehmer neue Geschäftsfelder suchen, Ihre Geschäfte umstellen bzw. digitalisieren wollen oder Beratung zur Wiederherstellung ihrer Liquidität benötigen. Dazu hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) die Förderung unternehmerischen Know-hows kurzfristig ergänzt. Die Beratungen werden bis zu einem Wert von 4.000 Euro gefördert.
Die „Förderung unternehmerischen Know-hows“ richtet sich an

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)
  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen)
  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Gefördert werden allgemeine sowie spezielle Beratungen:

  • Allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Um strukturellen Ungleichheiten zu begegnen, können zusätzlich zu den Themen einer allgemeinen Beratung weitere Beratungsleistungen gefördert werden. Hierzu gehören Beratungen von Unternehmen, die

  • von Frauen geführt werden.
  • von Migrantinnen oder Migranten geführt werden.
  • von Unternehmern/innen mit anerkannter Behinderung geführt werden.
  • zur besseren betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern mit Migrationshintergrund beitragen.
  • zur Arbeitsgestaltung für Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter mit Behinderung beitragen.
  • zur Fachkräftegewinnung und -sicherung beitragen.
  • zur Gleichstellung und besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beitragen.
  • zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit beitragen.
  • zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz beitragen.

Sämtliche Informationen zur „Förderung unternehmerischen Know-hows“ erhalten Sie hier. 

LEITFADEN FÜR UNTERNEHMEN

  1. Hausbank kontaktieren: Bei notwendigen Überbrückungsfinanzierungen sollte als erster Schritt zeitnah das Gespräch mit der Hausbank gesucht werden. Über Ihre Hausbank können Sie auch die Bundeshilfen der KfW beantragen. Mehr dazu unter: www.kfw.de
  2. Bürgschaftsbank kontaktieren: Kredite zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen können durch die Bürgschaftsbank besichert werden. Webseite der Bürgschaftsbank
  3. Kurzarbeit beantragen: Wenn Ihr Unternehmen aufgrund der weltweiten Krankheitsfälle durch das Coronavirus Kurzarbeit anordnet, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten.
  4. Steuerstundung verhandeln: Sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt oder Ihrem Steuerberater über die Möglichkeit von Steuerstundungen.
  5. Liquiditätshilfe Sonderfall Corona: Mit den Liquiditätshilfen BERLIN richtet sich die IBB an etablierte Unternehmen mit Liquiditätsengpässen.

FREIBERUFLER UND SELBSTÄNDIGE

Freiberufler und Selbstständige, die aufgrund von Notlagen Leistungen zur Existenzsicherung beantragen müssen, können sich bei der Agentur für Arbeit über Unterstützungsmöglichkeiten informieren. Dies betrifft z.B.:

  • Neuantragstellung Arbeitslosengeld II
  • Finanzieller Notlage
  • Kurzfristiger Energieabschaltung bzw. Räumungsklage
  • Kostenübernahme für ein Wohnheim / drohender Obdachlosigkeit

Die benötigten Formulare finden Sie hier.
Zudem können Sie den angebotenen e-Service der Arbeitsagentur nutzen. 

LEITFADEN FÜR SELBSTSTÄNDIGE

Im Prinzip gelten für Selbstständige nicht grundlegend andere Regeln. Die richtigen Schritte sind:

  1. Infektionsschutzgesetz: In Quarantänefällen besteht für Selbstständige Ersatzanspruch nach § 56 Infektionsschutzgesetz. Die Entschädigung kann bis zu drei Monate nach der Einstellung der Tätigkeit beim Gesundheitsamt beantragt werden.
  2. Hausbank: Selbstständige sollten mit ihrer Hausbank in Kontakt treten. Über diese kann auch die im Bund beschlossene ausgeweitete Liquiditätshilfe der KfW abgerufen werden.
  3. Steuerlast reduzieren: Finanzämter werden angewiesen, Steuern zu stunden um Liquidität bei Selbstständigen und Unternehmen zu belassen. Steuervorauszahlungen können außerdem unbürokratisch reduziert werden. Bis zum Ende des Jahres verzichten Finanzämter auf Vollstreckungsmaßnahmen, wenn Bezug zur Corona-Pandemie besteht.
  4. Grundsicherung für Selbstständige: Nach SGB II können Selbstständige mit unzureichendem Einkommen beim Jobcenter Grundsicherung beantragen. Dabei gilt anders als beim ALG II keine Obergrenze für geleistete Arbeitsstunden. Die Bundesanstalt für Arbeit hat zugesagt, unbürokratisch Anträge etwa auch per Telefon entgegen zu nehmen.
  5. Eine Aufnahme von Selbstständigen in die Regelungen zur Kurzarbeit wird aktuell vom Bund geprüft.
  6. Notfallfonds: Der Bund erarbeitet darüber hinaus einen Notfallfonds, der sich auch an Selbstständige richtet. Details werden zeitnah vom Bund veröffentlicht.

Fragen rund um die Auswirkungen der Maßnahmen zur Bekämpfung von COVID-19 beantwortet auch die IHK – Hotline der IHK Berlin: (030) 31 510 919 (allgemeine Fragen, täglich von 8:00 – 17:00 Uhr).

Bei Rückfragen zum Maßnahmenpaket können Sie sich zudem unter Tel.: 03049905180 oder augusteviktoria@lokation-s.de an Lea Ouardi vom Gewerbenetzwerk „WIR FÜR EUCH – Auguste-Kiez an der Scharnweberstraße“ wenden. 

Stiefel raus für den Nikolaus 2019

Die Gewerbetreibenden im Auguste-Kiez veranstalteten im Dezember 2019 zum dritten Mal die gemeinsame Aktion „Stiefel raus für den Nikolaus“! Die Aktion richtet sich an alle Kinder im Kiez und findet in der Vorweihnachtszeit statt. Mit Unterstützung der Gewerbetreibenden befüllt der Nikolaus bei der Aktion die Kinderstiefel im Kiez und verteilt sie in den teilnehmenden Geschäften. Am Nikolaustag sind alle Kinder mit ihren Eltern eingeladen Ihren Schuh im Schaufenster der Geschäfte zu suchen. Dabei wartet nicht nur ein Stiefel befüllt mit leckeren Süßigkeiten, sondern auch das ein oder andere nette Gespräch mit den InhaberInnen und MitarbeiterInnen der Unternehmen auf die teilnehmenden Familien. So können die Geschäfte im Kiez und Mitglieder des Gewerbenetzwerks besser kennengelernt werden. 

Dieses Jahr nahmen rund 100 Kindern und 22 Unternehmen an der Aktion teil.  

Mehr Infos zur Aktion finden Sie auch auf den Seiten des Quartiersmanagements.

Unser Gewinnspiel startet!

Auch wenn sich das Gewerbenetzwerk zurzeit nicht treffen kann, starten die Gewerbetreibenden mit neuen Maßnahmen in die Weihnachtszeit!

Zurzeit läuft zur Bewerbung der Internetseite ein Gewinnspiel, bei dem die Unternehmen digital erkundet werden können. Dazu müssen die Teilnehmer*innen auf der Internetseite im Unternehmensverzeichnis die Unternehmen zählen und können Gutscheine von den teilnehmenden Geschäften im Gesamtwert von 500 Euro gewinnen!

So nehmen Sie teil: 

1. Besuchen Sie die Website des Gewerbenetzwerks augustekiez.de.

2. Im Unternehmensverzeichnis finden Sie die Gewerbetreibenden im Auguste-Kiez – die Suche kann beginnen!

3. Wie viele Unternehmen sind insgesamt im Unternehmensverzeichnis aufgelistet?

4. Schicken Sie uns die Anzahl der Unternehmen mit Ihrem Namen per E-Mail an augusteviktoria@lokation-s.de, damit wir Sie über Ihren Gewinn informieren können.

5. Abschicken und Gewinn sichern!

Unterstützen Sie mit Ihrer Teilnahme am Gewinnspiel die Unternehmen im Auguste-Kiez und sichern Sie sich tolle Gutscheine der teilnehmenden Unternehmen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg! Einsendeschluss ist der 31.12.2020.

Unterstützungsmöglichkeiten für die Reinickendorfer Wirtschaft – September 2020

Verlängerung der Kurzarbeit bis Ende 2021 

Die Bezugsdauer für Kurzarbeit wird auf maximal 24 Monate erhöht. Dies gilt für Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben, längstens jedoch bis zum 31.12.2021. Das Kurzarbeitergeld wird auf 70 bzw. 77 % ab dem 4. Monat und auf 80 bzw. 87 % ab dem 7. Monat erhöht, sofern der Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist.

Das Unternehmen kann bereits Kurzarbeit anmelden, wenn mindestens 10 % der Beschäftigten von einem Arbeitsausfall von über 10 % betroffen sind. Normalerweise liegt diese Schwelle bei einem Drittel der Belegschaft. Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden vor Zahlung des Kurzarbeitergeldes wird weiterhin vollständig verzichtet. Die Bezugsdauer kann auch unterbrochen werden und verlängert sich anschließend um diesen Zeitraum. Ist die Kurzarbeit länger als drei Monate unterbrochen, erneuert sich die Bezugsdauer auf maximal 24 Monate. Das Entgelt für eine während der Kurzarbeit aufgenommenen Nebenbeschäftigung wird bis zum 31. Dezember 2020 nicht auf das Kurzarbeitergeld angerechnet. Die bestehenden befristeten Hinzuverdienstregelungen werden bis 31. Dezember 2021 verlängert.

Erstattung Sozialversicherungsbeiträge bei Kurzarbeit

Die Sozialversicherungsbeiträge werden bis 30.06.2021 vollständig erstattet. Vom 01.07.2021 bis 31.12.2021 erhalten Betriebe, die bis zum 30.06.2021 Kurzarbeit eingeführt haben, die Hälfte der Sozialversicherungsbeiträge erstattet. Wird die Kurzarbeit für die Weiterbildung der Beschäftigten genutzt, kann die Erstattung auf 100 % erhöht werden. 

Verlängerung der Überbrückungshilfen 

Die Überbrückungshilfe für KMU wird vereinfacht und bis Ende 2020 verlängert. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe umfasst die Monate September bis Dezember 2020. Anträge für die 2. Phase können voraussichtlich ab Oktober bei der IBB gestellt werden. Zu beachten ist, dass Anträge für die 1. Phase der Überbrückungshilfe (Monate Juni bis August 2020) bis spätestens zum 30.09.2020 gestellt werden müssen. Es ist nicht möglich, rückwirkend einen Antrag für die 1. Phase zu stellen.

Während Unternehmen bisher einen Umsatzeinbruch von mindestens 60 % in den Monaten April und Mai 2020 verzeichnen mussten, dürfen ab sofort Unternehmen einen Antrag stellen, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 verzeichnet haben.

Die Fördersätze werden erhöht auf:

  • 90 % der Fixkosten bei mehr als 70 % Umsatzeinbruch 
  • 60 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % und
  • 40 % der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch von mehr als 30 %.

Zudem werden die Deckelungsbeträge von 9.000 bzw. 15.000 Euro gestrichen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Verlängerung Aussetzung Insolvenzantragspflicht bis Jahresende

Die Lockerungen im Insolvenzrecht bleiben bis Jahresende bestehen. Ursprünglich waren sie bis zum 30.09.2020 befristet. Diese Verlängerung gilt nur für Unternehmen, die infolge der Coronavirus-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein. 

 
Mehr Krankentage zur Corona-bedingten Pflege und Betreuung

Gesetzlich Versicherte erhalten im Jahr 2020 mehr Krankentage zur Betreuung ihrer Kinder. Für Elternpaare wird das Kinderkrankengeld für weitere 5 Tage (insgesamt 15 Tage) und für Alleinerziehende für weitere 10 Tage (insgesamt 20 Tage) gewährt. Wer wegen Corona Angehörige pflegt, erhält in diesem Jahr bis zu 20 Tage Pflegeunterstützungsgeld.


Erleichterte Zugang zur Grundsicherung

Künstler, Kleinselbstständige und Kleinunternehmer sollen weiterhin bis zum 31.12.2021 einen erleichterten Zugang zur Grundsicherung erhalten. Außerdem werden großzügigere Regelungen beim Schonvermögen getroffen. 

Soforthilfe X – Zuschussprogramm des Landes für gemeinnützige Organisationen und Vereine

Gemeinnützige Organisationen und Vereine, die durch die Corona-Krise finanziell in ihrer Existenz bedroht sind, können vom 01.10. – 25.10.2020 bei der IBB Zuschüsse bis zu 20.000 EUR als Soforthilfe beantragen. Weitere Informationen gibt es hier.

Wiederaufnahme des Förderprogrammes Welmo ab Oktober

Das Förderprogramm „Wirtschaftsnahe Elektromobilität“ des Berliner Senats wird ab Oktober 2020 wieder aufgenommen. Allerdings muss man sich vor Antragstellung entscheiden: entweder für die Kaufprämie vom Bund oder die Welmo-Förderung vom Land. Letztere gilt voraussichtlich nur für Nutzfahrzeuge. Für diese gibt es ab einem Netto-Listenpreis von 40.000 Euro Prämien von bis zu 15.000 Euro. Gefördert wird auch die Errichtung stationärer Ladeinfrastruktur. Weitere Informationen finden Sie hier.

Informationsveranstaltung für Gewerbebetreibende zu Photovoltaik/Elektromobilität

Am 28.10.2020 findet von 10:00 – 11:30 Uhr ein interaktives Online-Seminar des Solarzentrums Berlin statt. Dort gibt es umfassende Informationen über die aktuellen Speichersysteme, Empfehlungen zur Speichergröße, Kombination mit Elektromobilität sowie Fördermöglichkeiten auf Bundes- und Landesebene. Zur Anmeldung nutzen Sie bitte diesen Link.

Kostenloses Übersetzungstool für 27 Sprachen für KMU 

Alle europäischen KMU können ab sofort das Maschinenübersetzungstool eTranslation der Europäischen Kommission kostenlos nutzen. Das sichere Tool übersetzt Unterlagen und Texte in alle 24 offiziellen Sprachen sowie Isländisch, Norwegisch und Russisch. Zur Anmeldung geht es hier.

Bezirksamt Reinickendorf genehmigt Heizpilze und verzichtet auf Sondernutzungsgebühr

Gastwirte können auf Antrag bis zum 31. März 2021 ausnahmsweise Gasheizstrahler (Heizpilze) und Elektrowärmestrahler auf öffentlichen Flächen betreiben. Das Antragsformular für Heizpilze kann hier heruntergeladen werden und ist an die Straßenverkehrsbehörde, Lübener Weg 26, 13407 Berlin zu adressieren. Ebenfalls wird auf Antrag auf die Sondernutzungsgebühr verzichtet, um der schwierigen wirtschaftlichen Situation der Gaststätten Rechnung zu tragen. Auf eine Verwaltungsgebühr darf aus rechtlichen Gründen jedoch nicht verzichtet werden.